Die Zahl der Konfessionslosen in der Schweiz hat sich in den letzen zehn Jahren verdoppelt – auf über 20 Prozent gemessen an der Gesamtbevölkerung. Die Spitzenreiter-Kantone mit der höchsten Zahl an Konfessionslosen sind Genf (35 Prozent), Basel-Stadt (42 Prozent) und Neuenburg (38 Prozent).
Gemessen an dieser Steigerung seien die Konfessionslosen schon bald die Mehrheit, so die Zeitung. Aktuell bezeichnen sich im Kanton Genf 37 Prozent als katholisch, 12 Prozent als reformiert, jüdische und muslimische Glaubensrichtungen machen je weniger als zehn Prozent aus.
Das Bundesamt für Statistik hat auch die soziokulturellen Merkmale der Konfessionslosen festgelegt: Die Mehrheit lebt in Grossstädten, ist zwischen 25 und 44 Jahre alt und hat eine höhere Ausbildung absolviert. Die Mobilität habe ausserdem Einfluss darauf, dass sich viele Leute nicht mehr einer bestimmten Kirchgemeinde zugehörig fühlten. Ausländer bezeichneten sich gemäss Artikel eher als konfessionslos.