D: Kirchen erschüttert über Zugunglück von Bad Aibling

Mit Entsetzen haben die Kirchen in Bayern auf das schwere Zugunglück in Bad Aibling reagiert. Am Dienstagmorgen waren zwei Nahverkehrszüge frontal aufeinander geprallt und teils entgleist. Rund 20 evangelische und katholische Seelsorger sind im Einsatz.

Neun Menschen starben beim Zugunglück in Bad Aibling. (Bild: EPA/PETER KNEFFEL/Keystone)

Beim Unglück starben nach jüngsten Polizeiangaben mindestens neun Menschen. Zehn weitere wurden nach Polizeiangaben schwer, 8 mittelschwer und 63 leicht verletzt. Zwei Personen gelten demnach noch als vermisst. Die Unglücksursache ist bisher unklar.

20 Seelsorger im Einsatz

Rund 500 Rettungskräfte waren nach Angaben des deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt im Einsatz, darunter auch Helfer aus Österreich. Sie seien grossen Belastungen ausgesetzt, so der Minister. An der Unglücksstelle sind neben Polizei, Sanitätern und Feuerwehr auch 20 katholische und evangelische Seelsorger tätig.

Weitere Kräfte seien «in Alarmbereitschaft». Die Notfallseelsorger vor Ort hätten bereits die Unverletzten und Angehörigen vor Ort betreut sowie Sammelstellen für Angehörige eingerichtet und Todesnachrichten an Angehörige überbracht.

Gedenkgottesdienst

«Unsere Gedanken und unsere Anteilnahme gehören den Opfern dieses Unglücks, das Menschen aus dem Leben riss und viele verletzte», erklärte der Münchner Kardinal Reinhard Marx am Dienstag. Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte, er sei in Gedanken und im Gebet bei den Betroffenen. Am Abend soll in der Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Bad Aibling der Opfer gedacht werden. (kath.ch)