Bundespräsident Gauck besucht Genfer Reformationsmuseum

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat am Mittwoch das Internationale Reformationsmuseum am letzten Tag seiner Schweiz-Reise besucht.


Die Ausstellungsstücke über Reformatoren des 16. Jahrhunderts wie Johannes (Jean) Calvin und Martin Luther seien für ihn besonders sehenswert, sagte der frühere evangelische Pastor Gauck: «Wenn ich schon in Genf bin, muss ich auch hierhin.»

«Das ist ein wunderbares kleines Museum», zeigte sich Gauck beeindruckt. «Total bewegend war ein Original-Brief von Dietrich Bonhoeffer, den ich hier sah», erzählte Gauck dem Evangelischen Pressedienst. «Bonhoeffer war ja doch ein protestantischer Märtyrer», meinte er nachdenklich.

Die Ausstellungsstücke wie etwa die einzige authentische Zeichnung Calvins dürfe man nicht versäumen. «Man wünscht dem Museum allerdings etwas mehr Platz, ist doch etwas eng», erklärte Gauck beim Hinausgehen.

Zuvor hatte er die Kathedrale mit dem berühmten Stuhl Calvins in Augenschein genommen. Auch das alte Genfer Rathaus und ein Palais einer Hugenottenfamilie standen auf dem Besuchsprogramm.