Bernische Pfarrstellen: Synodalrat gegen Kahlschlag auf dem Land

Der Abbau von Pfarrstellen im Kanton Bern hat die Sommersynode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn geprägt. Der Synodalrat ringt um eine Lösung, die keine Region übermässig benachteiligt, wie an der Synode am Dienstag in Bern deutlich wurde.


Bis 2017 müssen die drei bernischen Landeskirchen 27,5 Pfarrstellen streichen, so will es der Grosse Rat. Am stärksten gefordert ist die evangelisch- reformierte Kirche. Wie sie die verbleibenden Pfarrstellen zuteilen wolle, sei eine innerkirchliche Angelegenheit, betonte Synodalratspräsident Andreas Zeller gemäss Communiqué. Bis Ende Juni werde man der Kirchendirektion geeignete Vorschläge unterbreiten.

Land nicht gegen Stadt ausspielen
Der künftige Berechnungsmodus solle dazu beitragen, dass sich der abzeichnende Graben zwischen Stadt- und Landgemeinden wieder schliesse. Er solle zudem Kooperationen und Fusionen zwischen Kirchgemeinden «unterstützen und nicht mehr behindern». Auf eine Interpellation von Parlamentarierinnen aus Gadmen, Meiringen und Guttannen sagte Zeller, der Synodalrat werde nicht Hand bieten zu einem «Kahlschlag bei den Pfarrstellen in den Randregionen». Man dürfe aber auch nicht Land- gegen Stadtgemeinden ausspielen. Abbau sei überall schmerzhaft.

Das Kirchenparlament beschloss im weiteren, dem Haus der Religionen in Bern von 2015 bis 2018 jährlich 100’000 Franken für die Projektarbeit zukommen zu lassen. Das Haus wird im kommenden Dezember eröffnet. Mit grosser Mehrheit genehmigte die Synode die Jahresrechnung 2013. Bei einem Aufwand von gut 27 Millionen Franken schliesst sie mit einem Ertragsüberschuss von knapp einer halben Million Franken ab. Ausserdem stimmten die Synodalen deutlich einer Resolution zu, die sich gegen die Ecopop-Initiative ausspricht.