Neben der evangelisch-reformierten, römisch-katholischen und christkatholischen Landeskirchen gehörten auch die Israelitische Kultusgemeinde Baden sowie der Verband Aargauer Muslime (VAM) zu den Unterzeichnenden.
Aufgaben und Ziele der Konferenz sind «Förderung des Vertrauens und friedlichen Zusammenlebens», «Begegnungen und Gespräche mit staatlichen Institutionen» und die «sachliche und differenzierte Information der Öffentlichkeit» über religiöse Belange.
Auch andere Religionsgemeinschaften könnten in Zukunft Mitglied werden, betonte der reformierte Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg in seinem Eingangsvotum. Bedingung sei die Relevanz der Gemeinschaft im Kanton, die repräsentative Vertretung eines grossteils der Angehörigen der entsprechenden Religionsgemeinschaft, die Anerkennung der verfassungsrechtlichen Grundordnung der Schweiz und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie die Bereitschaft zum Dialog.
VAM-Präsident Halit Duran sprach von einem «Meilenstein im Kanton Aargau» und dankte der reformierten Landeskirche für ihre Rolle als «treibende Kraft in der Gründungsphase der Konferenz».
Regierungsrat Alex Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport, beglückwünschte in seinem Gusswort die Gründungsmitglieder zu ihrer Initiative. «Der Respekt der aargauischen Regierung ist Ihnen gewiss» , sagte er. «Ich freue mich, mit Ihnen in Dialog treten zu können.»
Michel Müller, Präsident der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, wies auf die positiven Erfahrungen hin, die Zürich mit dem «Runden Tisch der Religionen» gemacht habe, der dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert.
Einen «heissen Tipp» gab Hisham Maizar, Präsident des Schweizerischen Rats der Religionen und der Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz. In Anbetracht der Tatsache, dass die Unterzeichnenden ausschliesslich männlichen Geschlechts waren, sagte er: «Warten Sie nicht zu lange, dass Sie auch Frauen dabei haben.»