«Die Gedanken und Gebete Tausender von Menschen der in der Konferenz vereinten Religionsgemeinschaften gelten den Opfern, den Hinterbliebenen, sowie den Menschen, die von den Anschlägen direkt oder indirekt betroffenen sind», heisst es in der Erklärung vom 17. November.
Die Unterzeichnenden rufen alle Menschen auf, dem Terror dadurch Widerstand zu leisten, dass sie sich nicht gegeneinander aufbringen lassen. «Die Mitglieder der Konferenz verurteilen zutiefst jede Form von Gewalt, die angeblich im Namen einer Religion ausgeübt wird», heisst es weiter. Sie lehnten es entschieden ab, wenn im Namen einer Religion Menschen, die nicht der eigenen Religion angehören, auch nur herabgewürdigt oder abgelehnt werden.
Es dürfe den Terroristen nicht gelingen, Religionsgemeinschaften und Kulturen gegeneinander aufzubringen und Gefühle von Hass und Ablehnung in die Herzen der Menschen zu streuen. Insbesondere sollen Menschen, die auf der Flucht vor eben diesem Terror in ihren Ländern in Europa Schutz suchen, nicht unter den Ereignissen von Paris zu leiden haben.
Die Erklärung wurde unterzeichnet von Repräsentanten der römisch-katholischen, christkatholischen und der reformierten Kirche sowie von Vertretern jüdischer und muslimischer Religionsgemeinschaften.
Die Aargauer Konferenz der Religionen will das Vertrauen und das friedliche Zusammenleben der Angehörigen verschiedener Religionen im Aargau fördern. Sie setzt sich für Sicherheit, Freiheit und die Werte der demokratischen und offenen Gesellschaft im Aargau ein.