Synode

Aargauer Reformierte debattieren über Bildungsgelder

Sollen kirchliche Gelder für Religionsunterricht an Gymnasien gestrichen werden oder nicht? Darüber entscheiden demnächst die Synodalen im Aargau. Kirchenrat und Pfarrkapitel sind uneins in der Frage.

Aargauer Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler können an allen sechs kantonalen Gymnasien das Freifach Religion besuchen, und sie können Seelsorge in Anspruch nehmen. Das Angebot haben die Reformierte und die Römisch-katholische Landeskirche bisher gemeinsam finanziert.

Die Katholiken geben ihr Engagement nun per Ende des Schuljahres 2024/2025 auf. Die Reformierten wollten dem folgen. Spardruck habe zum Entscheid geführt, zudem seien die Angebote nur von wenigen Jugendlichen in Anspruch genommen worden, hiess es in der Begründung im Sommer (ref.ch berichtete).

Der Vorschlag des Kirchenrates ist aber beim Pfarrkapitel nicht gut angekommen. Der Vorstand könne den Entscheid des Kirchenrates «nicht nachvollziehen», heisst es in einer Resolution des Pfarrkapitels. Der Antrag an die Synode sei «sehr radikal» und «nicht zwingend geboten».

Alternativ schlägt das Pfarrkapitel den Synodalen vor, den Antrag abzulehnen. Alternativ könne das Konzept überarbeitet werden. Sollte die Synode den Antrag annehmen, müsse sie den Kirchenrat beauftragen, ein Bildungskonzept für junge Menschen im Hinblick auf theologische und ethische Fragestellungen zu erarbeiten. Über den Fortbestand oder die Streichung des Angebotes entscheiden die Synodalen Ende November. (jow)