Die «präzise, detaillierte und fundierte Zurückweisung von Ansprüchen des IS, den authentischen Islam zu vertreten», sei ein wichtiges Mittel für islamische Führer, die um ein Zusammenleben aller Religionen in Würde und Respekt bemüht seien, erklärte der Generalsekretär des Kirchenrats, Olav Fykse Tveit, am Dienstag in Genf. Er hoffe auf eine weitere Zusammenarbeit mit den «entscheidenden muslimischen Freunden und Partnern», zu denen auch einige Teilnehmer der jüngsten Initiative gehörten.
In einem am 24. September veröffentlichten Offenen Brief sprachen 126 muslimische Geistliche und Koranwissenschaftler den Islamisten die Kompetenz für Religionsurteile ab. Die Ausrufung eines Kalifats sei unzulässig. Unter den 24 Punkten des Dokuments bekräftigen die Gelehrten den vom Koran geforderten Schutz von Christen und anderen religiösen Minderheiten. Akte wie Folter und Leichenschändung, Versklavung, Zwangsbekehrungen und Unterdrückung von Frauen seien im Islam verboten. (kipa)