Papst Franziskus komme ohne Versprechen für Frieden und tue alles, um die an ihn gerichteten Erwartungen im Vorfeld zu dämpfen, in dem er etwa seinen Aufenthalt in Israel mit 27 Stunden auf das absolute Minimum eines Staatsbesuches begrenze.
Die jüdisch-christlichen Beziehungen seien nie harmonischer gewesen als gegenwärtig und auch sonst gebe es keinen brennenden Anlass für den bevorstehenden Besuch.
Dass Franziskus dennoch kommt, liegt nach Einschätzung der Zeitung daran, dass ein Papst des 21. Jahrhunderts in jedem Fall den jüdischen Staat besuchen müsse. Auch sein Besuch in Jordanien und Bethlehem mit einer für einen Papstbesuch eher kleinen Messe erwecke den Eindruck, Franziskus wolle seinen Besuch «so schnell möglich und mit minimalen Opfern» absolvieren.
Franziskus habe weise entschieden, den Besuch schnellstmöglich zu absolvieren, während er noch «in den Flitterwochen mit der Welt ausserhalb des Vatikans und insbesondere mit den Medien» und dadurch unantastbar sei.