Will Berliner Bezirk keine religiösen Feste?

Laut Berichten verschiedener Medien soll das Berliner Bezirksamt Friedrichhain-Kreuzberg die Genehmigung von Festen mit einem religiösen Hintergrund von einer Umbenennung abhängig gemacht haben, etwa «Winterfest» statt «Weihnachtsmarkt». Dagegen hatten unter anderem die Kirchen massive Kritik erhoben.


Dagegen hat Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) am 4. September dem «Evangelischen Pressedienst» gesagt, sie habe die erhobenen Vorwürfe geprüft und nicht bestätigt gefunden. In den vergangenen Jahren sei kein Fest wegen eines religiösen Charakters untersagt worden. Auch hätten im Bezirk zahlreiche Weihnachtsmärkte stattgefunden.

Allerdings habe die zuständige Abteilung «in einzelnen Fällen bei entsprechenden Anfragen von Institutionen» auf eine Einzelfallentscheidung des Bezirksamtes vom Sommer 2007 verwiesen. Dabei sei mitgeteilt worden, dass Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften und religiöse Feste nicht genehmigt werden könnten. Dabei habe es sich aber nicht um ablehnende Bescheide gehandelt, sondern lediglich um «Hinweise oder Mitteilungen».