Gegen diese Verlegung nach Genf haben Exit Deutsche Schweiz und Sterbehilfe Deutschland mit der Begründung gestimmt, es seien angesichts der «Sterbetouristen» negative Reaktionen darauf zu erwarten.
Das internationale Klima in der Uno-Stadt Genf, wo bereits viele Non-Profit-Organisationen angesiedelt seien, und die Schweiz als «Hort der Freiheit» gäben den «denkbar besten Sitz» des Weltverbandes ab, hiess es am Kongress. Am Sitz New York will der Verband aus finanziellen Gründen nicht mehr festhalten: Die Steuer-Belastung sei viel zu hoch. Derzeit laufen die Abklärungen für die Verlegung des Standortes nach Genf; angestrebt wird eine Eröffnung des neuen Sitzes im nächsten Jahr.
«Genf steht nicht für den Tod»
Die Stadt Genf stehe für Frieden, Versöhnung, Ermöglichung von Lebensperspektiven, aber nicht für den Tod, sagte Frank Mathwig, Ethiker beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, gegenüber der «Schweiz am Sonntag». Wenn die Schweiz tatsächlich zum «internationalen Pilgerort für Suizidwillige» werde, könne der Schaden besonders gross sein.
Der Weltverband der Suizidhilfe-Organisationen leistet keine aktive Suizidhilfe. Man berate und unterstütze die Organisationen nach Bedarf, sagte Rob Jonquiere gegenüber der Zeitung. Auch führt der Weltverband alle zwei Jahre den Weltkongress durch. 2012 fand dieser in Zürich statt. 2016 soll der Weltkongress in Holland stattfinden. (kipa)