Weltkirchenrat weist Antisemitismus-Vorwurf zurück

Der Weltkirchenrat hat den Vorwurf der Judenfeindschaft als «unbegründet» zurückgewiesen, wie der Evangelische Pressedienst epd am 14. Juni berichtete.


«Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat niemals antisemitische Positionen vertreten», sagte Olav Fykse Tveit, der Generalsekretär des ÖRK, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die evangelischen Neutestamentler Ekkehard und Wolfgang Stegemann hatten eine gemeinsame Erklärung des Kirchenrates im Nahen Osten und des ÖRK als Erneuerung der alten christlichen Judenfeindschaft verurteilt.

Tveit sagte gemäss epd, dass der Ökumenische Rat der Kirchen sich immer für die Existenz des Staates Israels innerhalb der international anerkannten Grenzen eingesetzt habe. Man solle aber die Realität nicht leugnen: «Wenn zum Beispiel Ost-Jerusalem okkupiert ist,muss es erlaubt sein, das auch zu sagen.» Die Kritik an Israels Politik in den besetzten palästinensischen Gebieten sei legitim und notwendig. Der ÖRK setze sich für die Achtung der Menschenrechte der Palästinenser ein. Wenn Professoren wie die Brüder Stegemann die Kritiker der Regierung Israels als «Antisemiten» titulierten, betrieben sie ein gefährliches Spiel.