Sie seien eine «ernsthafte Bedrohung für die Menschheit» und könnten «gefährliche Präzedenzfälle in den zwischenstaatlichen Beziehungen» schaffen, heisst es in einer am Donnerstagabend vom ÖRK-Exekutivausschuss im waadtländischen Bossey veröffentlichten Erklärung. Staaten könnten sich «auf Systeme zuzubewegen, die Maschinen volle Autonomie im Kampfeinsätze gibt».
Der Ökumenische Rat der Kirchen ruft alle Regierungen dazu auf, «ihre Pflicht, das Recht auf Leben ihres Volkes zu schützen, anzuerkennen und dieser Pflicht nachzukommen, und sich gegen die Verletzung von Menschenrechten zu wenden». Die internationale Gemeinschaft solle sich «gegen rechtswidrige Vorgehensweisen und Praktiken, insbesondere die US-amerikanischen Drohnenangriffe in Pakistan» engagieren».
Gerechtigkeit und Wiedergutmachung
Weiter fordert der ÖRK die US-Regierung auf, «Gerechtigkeit für die Opfer der unrechtmässigen Drohnenangriffe und die Angehörigen der rechtswidrig Getöteten walten zu lassen» und ihnen wirklich zu Wiedergutmachung zu verhelfen, insbesondere durch Wiederaufbau, Entschädigungszahlungen an die Familien der verletzten oder getöteten Opfer und angemessenen Schutz während ihrer Genesung.