Weltkirchenrat verurteilt Anschläge auf koptische Kirchen in Ägypten

Der Weltkirchenrat hat die Anschläge vom Palmsonntag auf koptische Kirchen in Ägypten mit mindestens 45 Todesopfern aufs Schärfste verurteilt.

Blick in den Innenraum der koptisch-orthodoxen St.-Markus-Kathedrale in Alexandria. Laut Bericht hatte der Attentäter des zweiten Anschlags zuerst versucht, in die Kirche hineinzukommen, die für die Kopten zu den symbolträchtigsten überhaupt gehört. (Bild: Wikimedia/Roland Unger)

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der Norweger Olav Fykse Tveit, nannte die Terrorakte auf unschuldige Gottesdienstbesucher am Palmsonntag «bösartig». Angesichts dieser Brutalität müssten alle Menschen guten Willens und alle Gläubigen zusammenstehen um sich «gegenseitig zu schützen und um solche Gewalt künftig zu verhindern».

Solidarität zwischen Muslimen und Christen

Tveit rief Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sowie die religiösen Führer des Landes dazu auf, die fundamentalen religiösen Rechte für Angehörige aller Glaubensrichtungen zu garantieren. Entsprechende Anstrengungen von Seiten der Regierung müssten begleitet werden von einer Solidarität zwischen Muslimen und Christen sowie anderen religiösen Gruppen, fügte Tveit in Genf hinzu.

Ein Doppelanschlag auf koptische Kirchen hatte am Palmsonntag in Ägypten mindestens 45 Todesopfer gefordert. Mehr als hundert Menschen wurden laut staatlichen Medien verletzt. Der ÖRK vertritt weltweit 350 Kirchen mit etwa 580 Millionen Gläubigen. (epd)