Wie der Evangelische Pressedienst meldet, erklärte der CDU-Abgeordnete in einem Interview gegenüber der «Neuen Westfälischen» Zeitung: «Ein grosser Teil der aktiven Kräfte, die gegen Assad kämpfen, sind radikale Islamisten, die noch schlimmer sind als er». Es bestehe «die Gefahr, dass diese Waffen in naher Zukunft gegen Christen gerichtet werden oder gegen gemässigte Muslime».
Nach Auffassung Broks wäre es für die EU-Staaten richtig gewesen, die amerikanisch-russischen Gespräche zur Vorbereitung der Syrien-Konferenz in Genf abzuwarten. «Jetzt droht doch ein Wettlauf der Rüstungsexporte zwischen Russland und Grossbritannien», befürchtet der Chef des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im EU-Parlament.
Frankreich und Grossbritannien würden mit ihrem Veto zum syrischen Waffenembargo auch die europäische Glaubwürdigkeit untergraben. Es komme jetzt darauf an, «den beiden Ländern klarzumachen, dass ihr Veto ein katastrophales Fehlverhalten gewesen ist».
In der Nacht zum 28. Mai hatten die EU-Aussenminister entschieden, das Ende Mai auslaufende Waffenembargo nicht zu verlängern. Mehrere Staaten hatten die Möglichkeit von Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen gefordert. Das Embargo gegen Syrien endet automatisch am 31. Mai um Mitternacht.