Vier Tote bei Angriff auf Kirche in Ägypten

Extremisten haben am 20. Oktober während einer christlichen Hochzeit in Ägypten vier Menschen erschossen. Zwölf weitere Besucher wurden nach Angaben von Krankenhausärzten verletzt, als ein Mann vom Rücksitz eines Motorrades aus willkürlich in die Menge schoss.


Der Schütze und der Fahrer des Motorrades konnten entkommen. Die Polizei leitete in dem Kairoer Vorort Al-Waraak eine Grossfahndung ein.

Kirchenbesucher kritisierten, dass schon seit Monaten keine Polizisten mehr zur Bewachung des Gotteshauses abgestellt worden waren. Die linke Tagammu-Partei sah die Schuld für die Attacke bei den Muslimbrüdern. Ihnen warf sie nach Angaben des Nachrichtenportals «Al-Ahram» vor, sie hätten Unfrieden zwischen den verschiedenen Religionsgruppen gesät.

Die ägyptische Muslimbruderschaft distanzierte sich in einer Erklärung ihres Pressebüros in London von dem Angriff. Die meisten führenden Mitglieder der Islamistenbewegung waren nach der Entmachtung von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär Anfang Juli inhaftiert worden.