Verein zur Erinnerung an Glaubensflüchtlinge gegründet

Ein neuer Verein will die Erinnerung an den Weg der Hugenotten und Waldenser durch die Schweiz fördern.


Die Geschichte der geflüchteten Hugenotten und Waldenser sollen in der Deutschschweiz sichtbarer werden. Dafür wurde der Verein «Hugenotten- und Waldenserweg Aargau-Zürich-Schaffhausen» gegründet.

Flüchtlinge von damals

Geplant seien unter anderem eine Wanderbroschüre und Informationstafeln entlang des Weges, schreibt die Präsidentin des Vereins, Doris Brodbeck, am 24. Mai. Die Statuten sehen ausserdem diverse Informationsaufgaben vor wie Newsletter, Veranstaltungen und Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen. Am 30. Juni findet die erste Mitgliederversammlung in Zürich statt. Auch Kirchgemeinden am Weg der Fluchtroute und deren Einzelmitglieder seien zur Mitgliedschaft eingeladen.

Vor rund 330 Jahren zogen innerhalb von zehn Jahren rund 30‘000 Glaubensflüchtlinge durch die Schweiz: die Hugenotten aus Frankreich und die Waldenser aus dem Piemont. Teilweise liessen sie sich in den reformierten Orten der Schweiz nieder. Ein grösserer Teil der Flüchtlinge zog jedoch weiter, unter anderem in deutsche Fürstentümer. (pd)