US-Amerikaner glauben immer weniger an Weihnachten

Eine Umfrage zweifelt am Glauben der US-Amerikaner. Demnach feiern zwar 90 Prozent der US-Amerikaner Weihnachten, doch nur 51 Prozent besuchten den Weihnachtsgottesdienst.


US-Amerikaner feiern Weihnachten laut einer Erhebung des Instituts «Pew Research Center» eher als kulturellen und nicht als religiösen Feiertag. 56 Prozent der Befragten sagten, der Glaube sei beim Fest heute weniger bedeutend als früher. 32 Prozent bedauerten diese Entwicklung. 90 Prozent der Menschen in den USA gaben an, das Weihnachtsfest zu feiern. 51 Prozent wollten in die Kirche gehen.

57 Prozent der Befragten glauben laut Pew an die Weihnachtsgeschichte von der Jungfrauengeburt, dem Baby in der Krippe, den Drei Königen und der Verkündigung der frohen Botschaft an die Hirten durch Engel. Das Institut stellte einen Generationenunterschied fest: 44 Prozent der jungen Menschen und 70 Prozent der Senioren glauben an die Weihnachtsgeschichte.

Der «Krieg» gegen Weihnachten

Viel Pomp, wenig Glauben: der Weihnachtsbaum des Rockefeller Centers in New York. (Bild: Anthony Quintano/Flickr/cc by 2.0)

Seit mehreren Jahren wird in den USA diskutiert, ob Geschäfte ihren Kunden «Frohe Weihnachten» («Merry Christmas») oder «Frohe Festtage» («Happy Holidays») wünschen sollen. Konservative sprechen alle Jahre wieder von einem «Krieg» gegen Weihnachten, der den religiösen Hintergrund des Fests verdränge. US-Präsident Donald Trump spricht sich nachdrücklich für «Merry Christmas» aus.

Laut der Umfrage bevorzugen 32 Prozent «Merry Christmas», 15 Prozent ziehen «Happy Holidays» oder einen anderen nicht-religiösen Gruss vor. 52 Prozent sagten, ihnen sei beides Recht. Bei der Erhebung wurden 1’503 US-Amerikaner befragt. (epd/pd)

(Bild: Anthony Quintano/Flickr/cc by 2.0)