«Er nahm den Namen eines bescheidenen Heiligen an und will eine Kirche der Heilung. Der erste Nichteuropäer als Papst in 1200 Jahren hat die Kraft, die Welt zu verändern», begründete das Magazin seine Entscheidung. Etwas auffällig ist, wie «Time» Franziskus abbildet: Das «M» im Hintergrund scheint dem Pontifex Hörner aufzusetzen.
Franziskus sei ein Signal des Wandels, schreibt «Time» – auch wenn er letztlich die gleichen Antworten auf die unbequemen Fragen gibt. Er habe aber die Kraft, eine neue Beziehung zwischen der Kirche und ihren Kritikern zu schaffen. Und er habe neue Worte, eine neue Stimme des Vatikans gefunden und so die Möglichkeit geschaffen, neues Vertrauen zu gewinnen.
«Time» wählt seit 1927 den «Menschen des Jahres». Dabei geht es um die einflussreichste Person der vergangenen zwölf Monate – nicht nur im positiven Sinne: 1938 wurde Adolf Hitler gekürt, Josef Stalin später sogar zweimal. Im vergangenen Jahr wurde Barack Obama nach 2008 zum zweiten Mal «Mensch des Jahres».