Im Schreiben werden die Gewaltakte verurteilt und die staatlichen Sicherheitskräfte aufgefordert, die Kontrolle zu übernehmen und für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen.
Gleichzeitig protestieren die Unterzeichnenden gegen Medienberichte, laut denen es sich um einen ethnischen Konflikt zwischen den Stämmen der Dinka und der Nuer handele. Die Krise sei auf interne Machtkämpfe in der regierenden Südsudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) zurückzuführen.
Allerdings gebe es seit drei Tagen Berichte, dass Menschen auch aufgrund ihrer ethnischen Herkunft angegriffen oder getötet würden. Dies sei sehr beunruhigend. «Wir können es nicht akzeptieren, dass wir über unsere Stammeszugehörigkeit definiert werden», schreiben die Kirchenvertreter, unter denen sowohl Angehörige der Dinka als auch der Nuer sind. «Wir sind alle Südsudanesen.»