Rotes Kreuz: «Schlimmste Krise in Europa seit 60 Jahren»

Europa leidet nach Einschätzung der Internationalen Föderation der Rotkreuz-und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) unter der «schlimmsten humanitären Krise» seit sechs Jahrzehnten.


Dies sagte IFRC-Generalsekretär Bekele Geleta in einem Donnerstag 10. Oktober veröffentlichten Statement. Millionen von Menschen seien infolge der wirtschaftlichen Erschütterungen in die Armut gerutscht. Die Auswirkungen der Krise würden für die Menschen noch Jahrzehnte zu spüren sein.

Laut Erhebungen von 42 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Europa und Zentralasien verschlimmert sich die Lage weiter. Viele Betroffene lebten von der Hand in den Mund und hätten keine Ersparnisse für Notfälle. Dies beträfe nicht nur die typischen Krisenländer. In Frankreich zum Beispiel lebten aktuell 350 000 Menschen mehr unter der Armutsgrenze als 2009. Geleta sagte, er habe Verständnis für die Sparpolitik vieler Regierungen. Doch willkürliche Streichungen der Sozial- und Gesundheitsbudgets verschärften die Krise nur.