Das 76-jährige Oberhaupt der Katholiken rief am 14. Juni im Vatikan zudem zum Schutz der «Unverletzlichkeit des Lebens» auf, was im katholischen Sprachgebrauch unter anderem die Ablehnung von Abtreibung und Sterbehilfe meint.
Welby, der 105. Erzbischof von Canterbury, ist wie Franziskus seit März im Amt. Der 57-Jährige ist geistliches Oberhaupt von weltweit etwa 80 Millionen Anglikanern und wird dem konservativen Flügel der Kirche von England zugerechnet.
Sein Einsatz gegen die Einführung der Homo-Ehe in Grossbritannien blieb bisher erfolglos. Ein Gesetzentwurf der Regierung passierte das Unterhaus, liegt nun dem Oberhaus vor und soll im kommenden Jahr in Kraft treten.