Die von den christlichen Filmorganisationen Signis (katholisch) und Interfilm (evangelisch) getragene Jury würdigt damit das Gesamtschaffen der beiden Regisseure. In der Begründung heisst es, ihre Filme kreisten um die Werte Gerechtigkeit und Verantwortung; dabei seien auch Fragen nach Schuld und den Gründen für verfahrene Situationen eingeschlossen.
In Filmen wie «Rosetta» (1999), «L’Enfant» (2005), «Lornas Schweigen» (2008) oder «Der Junge mit dem Fahrrad» (2011) geht es nach den Worten der Regisseure immer um die Möglichkeit, Männer und Frauen in anscheinend ausweglosen Situationen zu porträtieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man sich doch anders verhalten kann. Aktuell präsentieren Jean-Pierre und Luc Dardenne ihren neuen Film «Deux Jours, Une Nuit» (Zwei Tage, eine Nacht) im Wettbewerb von Cannes.
Die Ökumenische Jury zeichnet seit 1974 einen Film aus dem Programm des Festivals aus, der sich in besonderer Weise christlich-spirituellen Dimensionen der menschlichen Existenz widmet. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderen die Regisseure Aki Kaurismäki, Wim Wenders und Michael Haneke.