Noch ein Papst soll selig werden

Die Anzeichen für eine baldige Seligsprechung von Papst Paul VI. (1963-1978) verdichten sich, nachdem offenbar die medizinisch unerklärliche Heilung eines Kindes im Mutterleib als Wunder anerkannt wurde.


Nach Informationen des Internetportals "Vatican Insider" haben die Kardinäle und Bischöfe der vatikanischen Heiligsprechungskongregation am Dienstag, 6. Mai, entsprechend entschieden.

Für die Anberaumung einer Seligsprechungszeremonie fehlt nun nur noch die Unterschrift des Papstes. Dies ist in der Regel eine Formsache. Laut dem Bericht soll Kardinal Angelo Amato, der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Papst Franziskus das entsprechende Dekret in den kommenden Tagen vorlegen. Als möglichen Termin für die Seligsprechung nennt «Vatican Insider» den 19. Oktober.

Die Heilung des ungeborenen Kindes auf Fürsprache von Paul VI. ereignete sich laut dem Bericht 2001 in den USA. Ärzte hätten für das Kind starke Gehirnschäden und weitere schwere Beeinträchtigungen diagnostiziert. Eine Abtreibung habe die Mutter jedoch abgelehnt.

Stattdessen habe sie sich an eine befreundete Ordensfrau gewandt, die Paul VI. persönlich begegnet sei. Auf ihre Empfehlung hin bat sie diesen Papst demnach im Gebet um seine Hilfe. Hierbei soll sie ein kleines Stoffstück von einem Gewand Paul VI. verwendet haben, das von der Ordensfrau stamme.