Iran

Nobelpreisträgerin Mohammadi tritt in Hungerstreik

Die im Iran inhaftierte Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi hat einen Hungerstreik begonnen. Sie protestiert damit gegen die Haftbedingungen im berüchtigten Erwin-Gefängnis in Teheran.

Im Oktober ist die iranische Aktivistin Narges Mohammadi mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden (ref.ch berichtete). Aktuell verbüsst die 51-Jährige eine langjährige Haftstrafe im berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran.

Nun soll Mohammadi in einen Hungerstreik getreten sein. Das wurde auf ihrem Instagram-Account mitgeteilt, der von Angehörigen im Ausland betrieben wird. «Wir sind besorgt über Narges Mohammadis körperliche Verfassung und Gesundheit», heisst es darin.

Mit ihrem Hungerstreik protestiert Mohammadi laut dem Instagram-Post gegen schlechte Haftbedingungen: Demnach sollen kranke Inhaftierte vernachlässigt werden und nicht die medizinische Behandlung erhalten, die sie benötigen. Gleichzeitig protestiere sie gegen den Kopftuchzwang in der Islamischen Republik.

Mohammadi spielt eine zentrale Rolle im Kampf für Frauenrechte und Meinungsfreiheit im Iran. Sie setzt sich unter anderem gegen den Kopftuchzwang sowie gegen die Todesstrafe ein und wurde deswegen wiederholt inhaftiert. (sda/ dpa/ no)