Muslime feiern Fastenbrechen

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan hat für Muslime weltweit das dreitägige Fest Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens) begonnen. Nach dem Opferfest sind das die wichtigsten Feiertage für rund 1,5 Milliarden Muslime.

(Bild: Wikimedia/Steve Evans)

Die Fastenzeit soll den Glauben und die Selbstdisziplin stärken. Mit Morgengebeten und dem ersten Frühstück seit Wochen leiteten Gläubige das Fest ein. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül rief zu Versöhnung über politische Gräben hinweg auf, um die Türkei auf dem Weg zu einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union voranzubringen.

In mehreren arabischen Ländern wird das Fest dieses Jahr von politischen Krisen überschattet. «Niemand ist in Feiertagsstimmung, selbst in Damaskus nicht, wo das Regime die Kontrolle hat», sagte eine Revolutionsaktivistin aus Syrien dem Nachrichtensender Al-Arabija.

Auftakt in Indonesien Indonesien war wegen seiner geographischen Lage wie jedes Jahr einer der ersten Staaten weltweit, die das Fest Eid al-Fitr begingen. In den vergangenen Tagen waren Millionen Menschen innerhalb des Archipels aus mehr als 17’000 Inseln unterwegs, um mit Autos, Booten und Flugzeugen zu ihren Familien zu reisen. Nach einem Bombenanschlag auf einen Tempel am vergangenen Wochenende wurden die Sicherheitsvorkehrungen vor buddhistischen Stätten verstärkt, wie der Sprecher der nationalen Polizei, Ronny Sompie, sagte. Insgesamt seien im ganzen Land 140’000 Polizisten für die Sicherheit eingesetzt.

Auch in Australien und Malaysia begannen die Muslime die Feierlichkeiten zum Ende des Ramadan, das unter anderem mit Gebeten, Moscheebesuchen und einem ausgiebigen Essen begangen wird. In anderen Regionen, darunter Pakistan und Nordafrika, wird der Beginn der Feiern für Freitag erwartet.