Am 14. Oktober hat ein staatliches Berufungsgericht in Malaysia verfügt, dass die Bezeichnung «Allah» nur für den islamischen Gott verwendet werden darf. Dadurch wurde ein früheres Urteil, das die Verwendung des Begriffs für Angehörige nicht-muslimischer Religionen im Land erlaubte, wieder rückgängig gemacht.
«Das ist eine Einschränkung der Religionsfreiheit», kritisiert Katharina Gfeller, Programmverantwortliche Malaysia bei Mission 21, in einer Mitteilung vom 15. Oktober. Die Basel Christian Church in Malaysia (BCCM) und die Protestantische Kirche von Sabah (PCS), beide Partnerkirchen von Mission 21 mit Sitz in Sabah auf der Insel Borneo, seien sehr besorgt, was die freie Religionsausübung und den Respekt gegenüber der christlichen und anderen religiösen Minderheiten angehe, so die Mitarbeiterin von Mission 21.
Religion in Freiheit und Würde
Mission 21 unterstütze im ostmalaysischen Bundesstaat Sabah soziale Einrichtungen der beiden Partnerkirchen sowie das theologische Seminar Sabah, eine von verschiedenen Kirchen betriebenen völkerverbindenden Ausbildungssstätte für Mitarbeitende in Kirchgemeinden und sozialen Diensten. Das Missionswerk leiste so einen Beitrag zu einer friedlichen Gemeinschaft im multireligiösen und -ethnischen Malaysia.
«Allah» stamme aus dem Arabischen und bedeutet «der (eine) Gott», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der meist mit dem Islam in Verbindung gebrachte Begriff werde auch von Angehörigen anderen monotheistischer Religionen im arabischen, indischen und südostasiatischen Raum benutzt. Zwei Drittel der Bevölkerung in Malaysia gälten als muslimisch, der Islam sei Staatsreligion Es gebe grosse christliche und hinduistische Gemeinden im Land.