Mehr Geld für Risikoberuf «MoscheeangestellteR»

Moschee-Beschäftigte der grossen Wallfahrtsstätten in Mekka und Medina erhalten eine Risikozulage für Infektionskrankheiten. Es handle sich um einen Ausgleich dafür, dass die Angestellten ansteckenden Krankheiten internationaler Pilger ausgesetzt seien.

Mehr Lohn für Moschee-Angestellte: Begründet wird die Zulage mit dem höheren Infektionsrisiko. Im Bild: Die Gurgi- Moschee in Tripolis. Bild: Lucag/Wikimedia

Der zuständige Minister Abdul Rahman Al-Barrak billigte dem Bericht der Zeitung «Arab News» zufolge die Gehaltserhöhung. Sie soll 15 Prozent monatlich für Beschäftigte im Einlassbereich der Grossen Moschee in Mekka und der Propheten-Moschee in Medina sowie in den Heiligtümern selbst betragen, für Verwaltungsangestellte 10 Prozent, umgerechnet jedoch mindestens 180 Franken. Die Zeitung nennt für diese Meldung eine Quelle aus dem saudi-arabischen Amt für den Öffentlichen Dienst.

Rund 1,4 Millionen Pilger

Anfang Oktober beginnt die grosse Wallfahrt zu den heiligen Stätten in Mekka und Medina, zu der rund 1,4 Millionen Pilger aus dem Ausland erwartet werden. Mit Blick auf die Ebola-Seuche in Westafrika hatte Saudi-Arabien bereits Anfang August ein Einreiseverbot für Besucher aus Guinea, Sierra Leone und Liberia erlassen. Sorgen bereiten auch Fälle schwerer Lungeninfektionen, die durch eine Variante des Sars-Coronavirus übertragen werden. (kipa)