Medien: Frauen in Konfliktregionen beinahe unsichtbar

Eine internationale Studie verglich die Medienpräsenz von Männern und Frauen in 15 Konfliktregionen. Das Ergebnis: Frauen sind in den wichtigen Tageszeitungen der untersuchten Länder deutlich untervertreten.

In Konfliktregionen wie hier in Liberia berichten die Medien nur wenig über Frauen.
In Konfliktregionen wie hier in Liberia berichten die Medien nur wenig über Frauen. wikimedia

In Konfliktregionen werden Frauen von den Medien praktisch nicht wahrgenommen. Wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in einer Meldung vom 6. Oktober mitteilte, handeln gerade mal 13 Prozent der Berichterstattung von Frauen. Dies lege die Vermutung nahe, dass die Meinung von Frauen in den untersuchten Ländern «kein Zitat wert ist». In der internationalen Studie wurden drei Tage lang die Medien von 15 Konfliktregionen untersucht, darunter Bosnien und Herzegowina, Guinea, Palästina, Südsudan und Togo.

Nicht nur die absolute Zahl von Berichten über Frauen ist geringer als die über Männer. Frauen werden auch seltener direkt zitiert: Nur in 39 Prozent der «ohnehin mageren Berichterstattung über Frauen» würden diese auch direkt zitiert. Bei den Männer seien es 60 Prozent.

Die Studie wurde vom Weltverband für Christliche Kommunikation (WACC) koordiniert und von den Vereinten Nationen finanziert.