Der zum Teil von Konvertiten geführte Zentralrat habe zu seinem Jahrestreffen in Freiburg vom 29. November zwei extremistische Prediger eingeladen. Einer wurde nach Protesten bereits wieder ausgeladen. Der zweite, ein in Berlin wirkender Marokkaner, soll weiterhin auftreten.
Die Schweizer Behörden müssten auch den zweiten Prediger durchleuchten, forderte der aus St. Gallen stammende Uvam-Präsident gegenüber «20minutes». Die Aktivitäten des Vereins trügen nicht zum sozialen Frieden in der Schweiz bei und auch nicht «zu einem Frieden, der für den interreligiösen Dialog nötig ist». Der Verein stehe auf Polemik und gebe ein aggressives Bild des Islams wieder. Er werde darum in den Medien gut wahrgenommen. Die Medien seien hingegen nicht an den «harmonischen Vereinen» interessiert, in welchen die Mehrheit der Muslime organisiert sei.
Freiburger Auftritt
Der für die Genehmigung des IZRS-Anlasses in Freiburg vom 29. November zuständige Oberamtmann erklärte gegenüber der Zeitung, man sei daran, die Angelegenheit zu überprüfen. Gemäss einem Bericht der Eidgenossenschaft vertritt der IZRS salafistisches Gedankengut. Dazu gehören die Vollverschleierung für Frauen und die Steinigung von Frauen. Der Verein selber spricht von einem «normativen» Islam».