«Wer gegen die Prinzipien der Scharia und gegen Fatwas (islamische Richtsprüche) verstösst, wird aufgefordert, dies zu unterlassen. Wer sich weigert, wird verhaftet», sagte ein Sprecher der Islambehörde des Bundeslandes Selangor der malaysischen Tageszeitung «The Star» (Onlineausgabe 13. März).
Auslöser des Verbots «unislamischer» religiöser Gedenkveranstaltungen war demnach das Ritual eines malaiischen Schamanen in dieser Woche am Flughafen der Hauptstadt. Mit Wasser, zwei Kokosnüssen, einem Stock und Gebeten habe er «die bösen Geister schwächen wollen, damit die Retter das Flugzeug finden», sagte der Schamane malaysischen Medien.
Der Malaysia-Airlines-Flug war am Samstag, 8. März, auf dem Weg nach Peking plötzlich verschwunden. Von den 239 Passagieren an Bord der Boeing 777-200 fehlt seitdem jede Spur. An der Suche nach Trümmern der Maschine sind Einsatzkräfte aus zwölf Ländern beteiligt.