Notfallseelsorge Luzern: 2015 knapp 70 Prozent mehr Einsätze

Die ökumenische Notfallseelsorge im Kanton Luzern hat im vergangenen Jahr 82 Einsätze geleistet. Dies sind beinahe 70 Prozent mehr als im Vorjahr, wie es in einer Mitteilung heisst.

Feuerwehreinsatz: Ein Fall für die Notfallseelsorge.
Feuerwehreinsatz: Danach ist die Notfallseelsorge gefragt. (Bild: public domain)

2015 sei die Notfallseelsorge/CareTeam Kanton Luzern 82 Mal im Einsatz gestanden, am häufigsten bei ausserordentlichen Todesfällen und Suiziden. 718 Stunden seien Notfallseelsorgende und «Care Givers» insgesamt präsent gewesen.

Die Anzahl Einsätze und vor allem die aufgewendete Zeit pro Einsatz seien damit erneut gestiegen. Dies liege daran, dass die Einsätze komplexer wurden. Es würden mehr Personen pro Fall betreut, was mehr Notfallseelsorger und «Care Givers» erfordere. «Die Care-Arbeit hat sich inzwischen stark gefestigt und wird von den Betroffenen gerne in Anspruch genommen», heisst es.

Zudem würden vermehrt Zweier-Teams statt Einzelpersonen aufgeboten. Notfallseelsorge/CareTeam hätten es vermehrt mit Betroffenen zu tun, die niemanden haben, der sie in der Not auffangen könnte.

Das Team besteht zurzeit aus 30 Mitarbeitenden. Aufgeboten werden die Notfallseelsorgenden und «Care Givers» vom Rettungsdienst 144, von der Polizei oder der Feuerwehr. Rund um die Uhr sind zwei Seelsorgende/«Care Givers» auf Pikett. Die Organisation «Ökumenische Notfallseelsorge/Care Team Kanton Luzern» besteht seit rund vier Jahren und wird von den drei Luzerner Landeskirchen und vom Kanton getragen.