Köniz: Auf die Zwangsverwaltung folgt eine Strukturreform

Während eines Jahres wurde die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Köniz im Kanton Bern zwangsverwaltet. Grund für die Intervention der Berner Kantonsregierung waren Konflikte. Nun hat eine Projektgruppe eine weitreichende Strukturreform vorgeschlagen, berichtete die Zeitung «Der Bund» am 13. Februar.


Während eines Jahres wurde die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Köniz im Kanton Bern zwangsverwaltet. Grund für die Intervention der Berner Kantonsregierung waren Konflikte. Nun hat eine Projektgruppe eine weitreichende Strukturreform vorgeschlagen, berichtete die Zeitung «Der Bund» am Donnerstag (13. Februar).

Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Köniz war in die Schlagzeilen geraten, weil sie tief gespalten und eine sachliche Zusammenarbeit nicht mehr möglich war. Die Berner Kantonsregierung setzte Ende 2012 einen externen Verwalter, Ernst Zürcher, ein. Die Zwangsverwaltung dauerte ein Jahr. Zürcher nannte als Grund für die Eskalation der Konflikte unter anderem überholte Strukturen, einen Widerspruch zwischen Gemeinderecht und Kirchenrecht sowie die Vermischung von Zuständigkeiten.

Nach dem Ende der Zwangsverwaltung soll nun gemäss Zeitungsbericht eine weitreichende Strukturreform einen Neuanfang ermöglichen. Eine von der Kirchgemeinde eingesetzte Projektgruppe schlägt vor, dass die sehr grosse und heute in sieben Kirchenkreise gegliederte Kirchgemeinde neu nur noch drei Kreise umfassen soll.

Auch Kompetenzen werden neu definiertDem Bericht zufolge soll die Strukturreform mit einer Klärung der Kompetenzen verknüpft werden. So soll der Kirchgemeinderat klar als Führungsorgan der Kirchgemeinde definiert werden, während die Kirchenkreise das konkrete kirchliche Leben in ihrem Kreis gestalten sollen. Die Vorschläge wurden am 12. Februar den Kirchenmitgliedern präsentiert. Bis am 28. März können diese dazu Stellung beziehen.