«Sola fide» (allein der Glaube), «Sola gratia» (allein die Gnade) und «Sola scriptura» (allein die Schrift) heissen die Buchstaben-, Fideli- und Gersten-Suppen, die Heinz Wulf und Karolina Huber aus Wohlen bei Bern in den vergangen Monaten für zwei Franken pro Päckchen angeboten haben.
Mittlerweile sind alle 40’000 Tütensuppen verkauft worden, heisst es in einer Mitteilung vom 24. Juli. Doch ans Aufhören denken Wulf und Huber noch lange nicht. Erneut haben sie über 40’000 Tütensuppen nachbestellt und mit den Konterfeis der Reformatoren Zwingli, Luther und Calvin bedrucken lassen.
Wibrandis Rosenblatt auf der Verpackung
Neu gibt es auch eine Tomatensuppe mit dem Namen «Solus christus». Auf der Verpackung ist Wibrandis Rosenblatt (1504 – 1564) zu sehen, die nacheinander die Ehefrau der drei Reformatoren Johannes Oekolampad, Wolfgang Capito und Martin Bucer war. «Mit ihrer Fürsorge für die Armen steht sie für die herausragende Rolle der Frauen bei der Ausarbeitung der Reformation», heisst es auf der Suppentüte.
20’000 Franken gespendet
Aus dem bisherigen Verkauf konnten je 10’000 Franken an die reformierte Tessiner Gemeinde in Gambarogno und die politische Gemeinde des Safientales gespendet werden. Der jetzige Verkauferlös soll einer welschen reformierte Gemeinde und der Sans-Papier-Beratungsstelle in Bern zu Gute kommen.
Die Suppen können unter www.kg-wohlenbe.ch bestellt werden.