Anlässlich der von Schlammschlachten begleiteten Wahlkampagne wurden Kritiken laut, dass die Institution des Oberrabbinats in der jetzigen Form für die jüdische Religion entwürdigend sei. Die Mehrheit der Israeli fühlt sich von der unter der osmanischen beziehungsweise britischen Besatzung eingeführten Institution nicht vertreten. Trotzdem übt diese bis heute wesentlichen Einfluss auf Heirat, Scheidung und Konversionen aus und hat die Kontrolle über das finanziell einträgliche Geschäft der Begutachtung von Lebensmitteln und der Vergabe von Koscher-Lizenzen.
29. Juli 2013
Israel: Zwei neue ultraorthodoxe Oberrabbiner
In Israel sind am 24. Juli zwei neue Oberrabiner gewählt worden, wie die «NZZ» berichtet. Mit David Lau für die aschkenasische und Yitzhak Yosef für die sephardische Ausrichtung haben die beiden Kandidaten gewonnen, welche von den Ultraorthodoxen bevorzugt wurden.