Polizeiangaben zufolge wurden in der Nacht zum 1. April an dem Gebäude westlich von Jerusalem auf Hebräisch Slogans wie «Maria ist eine Kuh», «Amerika Nazi-Deutschland» sowie das häufig in diesem Zusammenhang verwendete «Price Tag» (Preisschild) für «Vergeltung» angebracht. An mehreren Fahrzeugen seien zudem die Reifen durchstochen worden.
Wie das Lateinische Patriarchat von Jerusalem mitteilte, wollte sich Patriarch Fouad Twal noch am Dienstag, 1. April, vor Ort persönlich ein Bild machen. Das katholische Kloster Deir Rafat liegt in einem ehemals palästinensischen Dorf rund 25 Kilometer westlich von Jerusalem, in der Nähe von Beit Schemesch. Der 1948 gegründete Konvent ist der Gottesmutter Maria gewidmet.
Starke Zunahme von Übergriffen auf religiöse Stätten
Übergriffe auf religiöse Stätten und auf Repräsentanten verschiedener Religionen haben in Israel stark zugenommen. Seit Anfang 2013 gab es mindestens 200 Graffiti-Angriffe auf christliche Orte sowie arabisch-jüdische Begegnungsstätten. Auch Synagogen und Moscheen wurden Ziel von Vandalismus, für den israelische Extremisten verantwortlich gemacht werden. Viele Übergriffe firmieren unter dem symbolischen Kampfbegriff «Price Tag».