Islamischer Fastenmonat Ramadan beginnt

Am Mittwoch, 10. Juli, beginnt für die meisten Muslime weltweit der Fastenmonat Ramadan. Auch in der Schweiz gehen Gläubige dieser religiösen Pflicht nach.


Im Fastenmonat ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht erlaubt zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Auch auf sexuellen Umgang sowie die Einnahme von Medikamenten, sofern sie nicht zwingend notwendig sind, muss tagsüber verzichtet werden. Von der Fastenpflicht nicht betroffen sind Kinder oder schwer Kranke.

Die Zeit des Fastens wird im islamischen Glauben als Zeit der Spiritualität und des In-Sich-Kehrens verstanden. Zugleich sind Gläubige angehalten, Gutes zu tun und zu spenden.

«Viele Schweizerinnen und Schweizer zollen uns Muslimen Respekt für das Fasten», sagte Hisham Maizar, der Präsident der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS), der Nachrichtenagentur sda. Auch habe er bemerkt, dass die Toleranz gegenüber diesem wichtigen islamischen Brauch in den vergangenen Jahren eher zugenommen habe.

Noch immer ortet er aber Probleme, was das grundsätzliche Verständnis angeht: «In der westlichen Welt fastet man anders, verzichtet nur auf einzelne Sachen, wie etwa Fleisch. Dass wir einen Monat lang den ganzen Tag nichts essen und trinken, verstehen viele nicht.»

Dennoch will er keine substanziellen Unterschiede zwischen dem Fasten in der Schweiz oder in einem islamischen Land ausmachen. Einzig das Ambiente fehle: «Während hier der Alltag weiterläuft, sind in arabischen Ländern die Strassen geschmückt, geben sich die Menschen mit Hingabe dem Brauch hin. Diese Begleitumstände machen das Fasten etwas angenehmer.