Auch Grüsse oder Glückwünsche an christliche Nachbarn hätten zu unterbleiben, erklärte der Rat laut einem Bericht des vatikanischen Pressedienstes Asianews vom 18. Dezember. Weihnachten und Neujahr gehörten nicht zur islamischen Tradition, sondern zur «abendländisch-römischen». Das Feiern sei deshalb für Muslime verboten. Die Provinz Aceh ist die einzige Indonesiens, in der das islamische Gesetz der Scharia gilt.
Die christliche Minderheit ermahnte der Gelehrtenrat, bei den Feiern die Vorgaben der Scharia zu respektieren. Festveranstaltungen in Hotels und Restaurants dürften die Muslime nicht stören, hiess es in der Erklärung. Die Gelehrten wiesen die islamischen Rechtshüter an, mögliche Verstösse dagegen streng zu ahnden.
Üblicherweise beteiligen sich laut Asianews auch Muslime an den beiden Festen und begehen insbesondere den Jahreswechsel mit Tänzen und Feuerwerk. Beobachter werteten das Vorgehen des Gelehrtenrats als weiteren Beweis für eine Radikalisierung des Islam in Banda Aceh.