«In den Gängen» gewinnt ökumenischen Filmpreis in Berlin

An der Berlinale hat der Wettbewerbsfilm «In den Gängen» von Thomas Stuber den Preis der Ökumenischen Jury erhalten.


Thomas Stubers Film an den 68. Filmfestspielen in Berlin überzeuge künstlerisch und erinnere an den Bibelvers «Selig sind die, die reinen Herzens sind» (Matthäus 5), begründet die Ökumenische Jury am 24. Februar ihre Auszeichnung für «In den Gängen». Der Film  handelt von einem ehemaligen Bauarbeiter, der eine neue Stelle als Lagermitarbeiter antritt. In der Kategorie Wettbewerb erhielt ausserdem «Utøya 22. Juli» eine lobende Erwähnung.

Ethische Fragen unserer Zeit

In der Kategorie Panorama zeichnete die Jury «Styx» von Wolfgang Fischer aus. Der Film überzeuge mit der Geschichte einer guten Samariterin, die sich für Flüchtlinge einsetzt. «Styx» gebe eine überzeugende Antwort auf eine der grössten ethischen Fragen unserer Zeit.

«In den Gängen» hat die Jury überzeugt: Christian (Franz Rogowski) hat seine Stelle auf dem Bau verloren, im Grossmarkt fängt er als Lagerarbeiter neu an. (Bild: Sommerhaus Filmproduktionen)

Weiter erhielt «Teatro de guerra» von Lola Arias den Preis in der Kategorie Forum. Der Film mit britischen und argentinischen Schauspielern arbeitet Erinnerungen an den Falklandkrieg auf. Er zeige, wie wichtig Erinnerungsarbeit sei und wie Menschlichkeit durch den Krieg nicht zerstört werden muss, schreibt die Jury in der Begründung.

Seit 1992 zeichnet die Ökumenische Jury an der Berlinale Filme aus, die mit den Werten des Evangeliums im Einklang stehen oder für spirituelle, menschliche und soziale Werte sensibilisieren. (pd)