Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung könne man nicht mittels genauen Zahlen messen, schreiben die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) und die Gesellschaft der Minderheiten in der Schweiz (GMS) am 21. März in ihrem Bericht. Über die Jahre liessen sich dennoch Tendenzen feststellen.
Dies sei vor allem bei «Hate Speech», also Rassismus im Internet, der Fall. Dabei handelt es sich unter anderem um Leserkommentare bei Online-Zeitungen oder Beiträgen auf Social-Media-Profilen.
Die vermeintliche Anonymität im Internet lasse die Hemmschwellen sinken. Diskriminierendes Material sei im Internet leicht zugänglich und verbreite sich sehr schnell. Das mache das Internet zu einem zentralen Ort für Hass gegen Minderheiten.
Zivilgesellschaft gefragt
In der Schweiz seien vorwiegend, aber nicht ausschliesslich, Menschen mit dunkler Hautfarbe von Alltagsrassismus betroffen, schreiben GRA und GMS weiter. Zur Bekämpfung von Rassismus und Rassendiskriminierung brauche es frühzeitige Prävention und Aufklärung an Bildungsinstitutionen, aber auch zivilgesellschaftliches Engagement sowie klare politische Statements.
Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) erfasst seit 1992 rassistische Vorfälle und berät Betroffene. Die Gesellschaft der Minderheiten in der Schweiz (GMS) setzt sich für die Rechte und den Schutz von Minderheiten ein. (pd)