«Vor allem lässt sich mit Blick auf diese breite Unterstützung sowohl von Institutionen als auch von der Wählerschaft lernen, dass es der Realität nicht entspricht, für die hiesige Situation Szenarien einer angeblich kirchenfeindlichen Stimmung zu beschwören. Die Kirchen sind nicht mehr unbestritten und kritiklos anerkannte Autoritäten – zum Glück nicht! Als Institutionen, die sich dialogisch in gesellschaftliche Prozesse einbringen, sind sie aber Akteure, die von anderen Akteuren und in weiten Kreisen der Bevölkerung Respekt erhalten. Ihr sinnstiftender und wertorientierter Beitrag wird geschätzt. Voraussetzung dafür ist, dass die Kirchen sich weder in einer binnenorientierten Überzeugungsgemeinschaft verschliessen noch gesichtslos im Kontext der Gesellschaft untertauchen.»
Hintergrund: Die Initiative, welche die Abschaffung der Kirchensteuer für Unternehmen forderte, ist am 9. Februar mit fast 74 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden.