Eine Minderheit könnte bald Mehrheit sein: Die Konfessionslosen

Die Anzahl Menschen, die keiner Kirche angehören, steigt auch in der Schweiz rasant. Von 2001 bis 2011 hat sich diese Zahl fast verdoppelt. Besonders vom Mitgliederschwund betroffen sind die beiden grossen Landeskirchen.


Von der Wohnbevölkerung in der Schweiz ab 15 Jahren waren 2012 gemäss Bundesamt für Statistik 20,1 Prozent konfessionslos. Von den in der Schweiz lebenden Ausländern waren 2012 rund 25,8 Prozent ohne Konfession.

Eindrücklich ist ein Vergleich mit Zahlen vor über 30 Jahren, als die konfessionellen Milieus noch eine zentrale Bedeutung in der Gesellschaft innehatten: So waren gemäss Bundesamt für Statistik 1970 nur 1,2 Prozent konfessionslos, 1990 allerdings bereits 7.5 Prozent.

Kritik am Begriff «konfessionslos»

Die Verwendung des Begriffs konfessionslos ist umstritten. So verwenden Organisationen wie der Humanistische Verband Deutschland stattdessen den Begriff «konfessionsfrei», da die Endung «-los» zu Unrecht das Fehlen von etwas ausdrücke. Keine Konfession im traditionellen, religiös geprägten Sinne zu haben, sei kein Mangel. Daher sei der Begriff «konfessionsfrei» inhaltlich zutreffender, so der Verband.