Deutsche Religionsgemeinschaften für Öffnung der Ehe

Einen Tag vor dem Evangelischen Kirchentag in Berlin startete das «Bündnis gegen Homophobie» seine Kampagne «Traut euch! Traut uns!» für die gleichberechtigte Anerkennung von homosexuellen Paaren innerhalb aller Religionsgemeinschaften.

Die Kampagne «Traut euch!! Traut uns!» bringt homosexuelle Paare und Religionsvertreter an einen Tisch.
Die Kampagne «Traut euch!! Traut uns!» bringt homosexuelle Paare und Religionsvertreter an einen Tisch. (Bild: Bündnis gegen Homophobie)

Das Bündnis wirbt in Berlin mit Plakaten, auf denen ein lesbisches und ein schwules Paar mit Vertretern von Religionsgemeinschaften an einem Tisch versammelt ist, der an Leonardo da Vincis «Abendmahl» erinnert, wie das Portal queer.de berichtet. Auf dem Bild sind Vertreter der Evangelischen Kirche, des Jüdischen Forums, des Liberal-Islamischen Bunds, der Alt-Katholischen Kirche und des Humanistischen Verbands zu sehen. Weiter heisst es auf den Plakaten: «Religion und Homosexualität schliessen sich nicht aus.»

Zur Kampagnen-Eröffnung am Frankfurter Tor kamen Ulrike Trautwein, Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Sprengel Berlin, Lala Süsskind, Vorsitzende des Jüdischen Forums, Katrin Raczynski, Vorsitzende des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg, Nushin Atmaca, Erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes und Dekan Ulf-Martin Schmidt, Beauftragter am Sitz der Bundesregierung für die Alt-Katholische Kirche.

Dem Bündnis gegen Homophobie sind rund 108 gesellschaftliche Organisationen und Institutionen angeschlossen, die sich dem Kampf gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verschrieben haben.