Der Islam wächst am stärksten

Der Islam wächst stärker als alle anderen grossen Religionen. Im Jahr 2060 werde es weltweit fast so viele Muslime wie Christen geben, prognostiziert das US-amerikanische Pew Research Center in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung.

Pilger in Mekka.
Pilger in Mekka. (Bild: Wikipedia)

Doch auch die weltweite Zahl von Christen wird weiter wachsen: Nach den Daten von Pew stellten Christen im Jahr 2015 31,2 Prozent (2,3 Milliarden) der Weltbevölkerung. Muslime hatten einen Anteil von 24,1 Prozent (1,8 Milliarden). Für 2060 rechnet das Forschungsinstitut mit drei Milliarden Muslimen (31,1 Prozent) und 3,1 Milliarden Christen (31,8 Prozent).

Weniger Nichtreligiöse

Der Anteil der Menschen ohne religiöse Bindung wird der Studie zufolge von 16 Prozent auf 12,5 Prozent sinken, der Anteil der Hindus von 15,1 Prozent auf 14,5 Prozent und der Anteil der Buddhisten von 6,9 Prozent auf 4,8 Prozent. Pew rechnet mit einem Wachstum der Weltbevölkerung von 7,3 Milliarden im Jahr 2015 auf 9,6 Milliarden im Jahr 2060.

Geburtenschwache Christen

Das vergleichweise langsame Wachstum des Christentums erkläre sich auch mit den Sterberaten im überwiegend christlichen Europa, heißt es in der Studie. In Deutschland überträfen die Sterbezahlen bei der christliche Bevölkerung die Zahl der Geburten. Auch Menschen ohne religiöse Bindung hätten deutlich weniger Kinder als Muslime. (epd)