Im Jahr 2012 hätten deutsche Behörden 414 christenfeindliche Straftaten gemeldet. Davon seien 18 gewalttätig gewesen. Unter den gemeldeten Taten werden als Beispiele vier Fälle von Friedhofs- und 19 Fälle von Kirchenschändung angeführt. Ein Übergriff richtete sich demnach gegen eine orthodoxe Kirche, dreimal wurden evangelische Gotteshäuser angegriffen, in zehn Fällen katholische Kirchen. In 16 weiteren Fällen wurden christliche Kirchen und Einrichtungen bestohlen oder mit Graffiti-Slogans beschmiert. Hinzu kommen die Zerstörung einer christlichen Ikone und Vandalismus in mehreren Fällen.
«Christen in Deutschland kann man nicht als bedroht bezeichnen, aber die Kirchen werden herausgefordert durch Zeichen religiöser Intoleranz», kommentierte die neue Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, den OSZE-Bericht am Rande der Synodentagung in Düsseldorf. Es sei die Aufgabe von Christen und Kirchen, diese Herausforderung anzunehmen und darauf zu antworten.