Die Forderungen wurden am 29. Juli von der staatlichen Grundstücksverwaltung publik gemacht, wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtet. Ein im November vergangenen Jahres verabschiedetes Gesetz sieht die Entschädigung von 16 Kirchen und Glaubensgemeinschaften für kommunistisches Unrecht vor.
Der größte Anteil entfällt mit rund 3600 Anträgen auf die römisch-katholische Kirche. Unter anderem erhebt der Benediktinerorden Anspruch auf Grundstücke nahe des Prager Klosters Brevnov, auf denen eine Motorrad-Rennbahn steht.
Die ersten Parzellen in Nord- und Mittelböhmen wurden bereits an die Kreuzherren mit dem Roten Stern sowie die katholische Kirche übergeben. Die Religionsgemeinschaften bekommen zudem über einen Zeitraum von 30 Jahren eine finanzielle Wiedergutmachung von 2,3 Milliarden Euro. Im Gegenzug will sich der Staat aus der Finanzierung der Priestergehälter zurückziehen.