Bei ihrem Vorgehen gegen illegale Bauten habe die Regierung in gleicher Weise auch Fabriken und buddhistische Tempel zerstört, sagte der Sprecher laut der englischsprachigen chinesischen Zeitung «Global Times» (29. April).
Dem Bericht zufolge war die Sanjiang-Kirche für eine Fläche von 1’881 Quadratmeter genehmigt; der Komplex habe letztlich aber mehr als 7’000 Quadratmeter belegt. Anfang April sei eine Übereinkunft mit der Kirchengemeinde erzielt worden, dass sie die äusseren Gebäudeteile abreissen und das Kreuz abnehmen solle, das die Bauhöhe überschreite. Danach habe die Kirchenleitung jedoch eine Zwei-Wochen-Frist untätig verstreichen lassen.
Kirchenmitglieder protestierten
Nach Darstellung der Zeitung wurde die Kirche am Montag von rund 300 Arbeitern abgebrochen. Polizisten, darunter Sondereinheiten mit Schilden und Schlagstöcken, riegelten das Gebiet weiträumig ab. Kirchenmitglieder hatten in den vergangenen Wochen gegen den drohenden Abriss demonstriert. Laut über Twitter verbreiteten Aussagen wurden Personen festgenommen, als sie die Abbrucharbeiten fotografierten. Chinesischen Medienangaben zufolge leben unter den rund acht Millionen Einwohnern Wenzhous eine Million Christen.