Bund junger Katholiken sagt Pro-Huonder-Kundgebung ab

Der Eidgenössische Bund junger Katholiken (EBJK) hat seine für Samstag, 8. März, in St. Gallen geplante «Kundgebung für die wahre katholische Lehre» abgesagt.


Man beuge sich «in demütigem Gehorsam» und «schweren Herzens» dem ausdrücklichen Wunsch des Bischofs von Chur, teilte der EBJK am Mittwochabend mit. Man bedaure diese Absage jedoch sehr.

Mit der Kundgebung vom 8. März wollte der Eidgenössische Bund junger Katholiken nach eigenen Angaben ein Zeichen setzen «gegen die laut gewordenen Forderungen nach dem Rücktritt von Bischof Huonder». Der Anlass hätte einen Tag vor der Demonstration vom 9. März stattfinden sollen, an der ebenfalls in St. Gallen eine breite Allianz von Reformkatholiken bei Bischof Markus Büchel, dem Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, eine neue Leitung für das Bistum Chur fordern will.

Für unverfälschte katholische Lehre
Der Eidgenössische Bund junger Katholiken ist laut eigenen Angaben ein Verein, der «Bischöfe, Priester und Gläubige unterstützt, die sich für die unverfälschte katholische Lehre einsetzen.» Die Mitglieder sind bestrebt «gegen Missstände im kirchlichen Bereich». aufzutreten. Kirchliche Gruppen, die «immer wieder Themen wie Frauenpriestertum, die Abschaffung des Zölibates und so weiter fordern», sind den jungen Katholiken «ein Dorn im Auge».
«Unseren Kampf treten wir grösstenteils mit Papier und Feder durch das Verfassen von Briefen an», heisst es auf der Homepage des EBJK. Mitglied werden können junge Menschen zwischen 14 und 35 Jahren.