Britisches Karfreitags-Spektakel in Schiffscontainern

Der britische Sender «BBC» will an Karfreitag ein ungewöhnliches Medien-Event für religiöse und nichtreligiöse Zuschauer gestalten. In der nordenglischen Hafenstadt South Shields sollen bis zu 80 Schiffscontainer aufgebaut werden, aus denen Veranstaltungen zum Thema Tod und Auferstehung Christi übertragen werden, berichtet die Sonntagszeitung «Sunday Telegraph».


Die Ausmasse der Containerstadt in Form eines Kreuzes sollen die der Londoner St.-Paul’s-Kathedrale übertreffen und jene Wegstrecke abbilden, die Christus auf seinem Weg zur Kreuzigung zurücklegte.

Es handle sich um einen Versuch, mit dem höchsten christlichen Fest auch nichtreligiöse Zuschauer zu erreichen, zitiert die Zeitung die Verantwortlichen des Senders. Die «Grosse Passion des Nordens» sei so gestaltet, dass sie «absolut jedem» etwas biete, so der muslimische «BBC»-Religionschef Aaqil Ahmed.

Die Konstruktion aus Schiffscontainern soll einen Durchgang durch zahlreiche Musik- und Tanzveranstaltungen ermöglichen, die an Karfreitag über Stunden übertragen werden. Enthalten seien auch 14 Kreuzwegstationen. Dafür sollen ab Februar 14 Container von Künstlern aus dem Nordosten Englands gestaltet werden. Das traditionelle «BBC»-Programm an Karfreitag umfasst einen Live-Gottesdienst, Spielfilme, Doku-Sendungen sowie eine Choraufführung aus der Kapelle des King’s College in Cambridge.