Während dieser Auszeit werde der Wiesbadener Stadtdekan Wolfgang Rösch die Amtsgeschäfte in Limburg übernehmen. Tebartz-van Elst werden seit Wochen Verschwendung und Verschleierung vorgeworfen.
In der Diözese sei es zu einer Situation gekommen, in der der Bischof seinen Dienst «zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben kann», heisst es in der Mitteilung des Vatikans. Der Papst sei über die Lage in der Diözese «zu jedem Zeitpunkt umfassend und objektiv informiert worden».
Derzeit nimmt eine von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Kommission die Kosten der Limburger Residenz unter die Lupe. Bis Ergebnisse vorlägen, werde Tebartz-van Elst «eine Zeit ausserhalb der Diözese» verbringen.
Der Bischof steht vor allem wegen seiner Amtsführung und der mindestens 31 Millionen Euro teuren Residenz auf dem Limburger Domberg in der Kritik. Am 21. Oktober hatte ihm Papst Franziskus eine Audienz gewährte, um seine Sicht zu den Vorwürfen vorzutragen.
Der Bischof hat nicht nur in der katholischen Kirche Probleme, auch die Justiz ermittelt gegen ihn. Dem 53-Jährigen droht neben einem Strafbefehl wegen einer falschen eidesstattlichen Erklärung um einen Erste-Klasse-Flug nach Indien weiterer Ärger mit der Justiz.
Die Staatsanwaltschaft Limburg prüft derzeit, ob sie nach Untreue-Anzeigen gegen den Oberhirten ein Ermittlungsverfahren einleiten wird.